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Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Rheinland-Pfalz
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Keine Angst vorm schwarzen Mann


Steht der Schornsteinfeger zu Recht in der Kritik? Stellt die Gebührenordnung ein monopolistisches Wettbewerbshemmnis dar oder ist der ?schwarze Mann? vielmehr ein unabhängiger Berater des Kunden und ein gesunder Gegenpol gegen die Superfusionen im Energiemarkt?


Mit Einführung der Europäischen Union wurden manche Hoffnungen verknüpft. Mehr Verbraucherschutz sollte sie bringen, internationaler musste es zugehen und vor allem kostengünstiger. Von einer Liberalisierung der Märkte hörten wir genauso viel, wie von einer umfassenden Gewerbe- und Niederlassungsfreiheit. Dass die europäische Politik deutlich am gewünschten Ziel vorbeigehen kann, zeigt uns leider Entwicklung in der Energiebranche. Die angebliche Liberalisierung des Energiemarktes führte zur größten Fusionswelle in der europäischen Versorgungsbranche. Ein prominentes Beispiel ist die Übernahme von Teilen der Ruhrgas durch E.ON mit einem Volumen von 1,74 Mrd. EUR. Ob dieser Trend zu den Konzernkonzentrationen kurz- oder langfristiger Natur sein wird, können (oder wollen) selbst Branchenexperten nicht beantworten.

Schließlich gab es im ersten Halbjahr 2002 bereits 127 derartige Transaktionen auf der Welt. Eines steht jedoch fest: Aus der angestrebten Liberalisierung wird im Bereich der leitungsgebundenen Energieversorgung eine Konzernabhängigkeit entstehen, die monopolähnliche Strukturen aufweist. Der Berufsstand des Schornsteinfegerhandwerks steht zur Zeit wegen ähnlicher Vorwürfe unter Beschuss.

Die Kritik kommt in der Regel von einzelnen Verbrauchern, die medienwirksam ihren Unmut zur Kehr- und Gebührenordnung äußern. Darüber hinaus gibt es aber auch Gruppierungen wie die ?Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfegermonopol?. Die Mitglieder sind dagegen, dass unter Schornsteinfegern kein Wettbewerb stattfinden darf, der - nach ihrer Auffassung - die Preise senken und den Service verbessern könnte. Das Wort: Monopol fällt in diesem Zusammenhang gern und häufig. Die kritischen Äußerungen sind in der Sache zwar bedenkenswert aber nicht stichhaltig, denn der Schornsteinfeger hat gute Argumente für seine Tätigkeit. Schlimmer ist der öffentliche Umgang mit diesem Thema. Während sich kaum jemand mit der zukünftigen Abhängigkeit in der Energieversorgung auseinandersetzt, versucht man hier einen Berufsstand zu demontieren, der immerhin 17.000 handwerkliche Arbeitsplätze sichert. Sieht so die Förderung der klein- und mittelständischen Betriebe im vereinigten Europa der Zukunft aus, oder hat das nur etwas mit wirtschaftlichen Interessen zu tun?

Der zweite Aspekt steht eindeutig im Fordergrund. Hierzu ein weiteres Beispiel aus dem E.ON-Konzern. Die aktuelle Imagekampagne ?ON? mit Schauspielgrößen wie Veronica Ferres und Arnold Schwarzenegger stellt nach Konzernangaben mit Kosten im mittleren zweistelligen Millionen-Eurobereich einen der größten Etats in der bundesdeutschen Werbebranche dar. Das fördert natürlich auch eine positive Berichterstattung.
Im Vergleich hierzu das Schornsteinfegerhandwerk. Es hat zwar einen ganz wesentlichen Beitrag zum hohen Qualitätsstandard heutiger Heizungs- und Schornsteinsysteme geleistet, aber wer weiß das schon? Natürlich ist der Schornsteinfeger ein Garant für den sicheren, umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Betrieb häuslicher Feuerungsanlagen. Die Frage lautete aber: Wen interessiert es? Weder Brandschützer, Heizungsbauer noch die Mehrzahl der Hausbesitzer und Vermieter möchten ?den Mann in Schwarz? missen. Sie wissen, was sie am Schornsteinfegerhandwerk haben, können aber zu seiner Rolle in der Öffentlichkeit wenig beitragen.

Der klassische Schornstein stellt in diesem Zusammenhang einen ganz wesentlichen Faktor dar. Er bildet die unverzichtbare Grundlage um auf Möglichkeiten zur Nutzung aller zugelassenen Energieformen aufmerksam zu machen.

Angesichts der zu erwartenden Energiepreisentwicklung und der beschriebenen Konzentrationsprozesse auf dem Versorgungsmarkt wird ein großer Teil der Verbraucher in Zukunft unabhängig sein wollen. Sie möchten in der Wahl der Energieträger selbst entscheiden, wann sie ihre Brennstoffe wo beziehen und erwarten die Berücksichtigung ihrer individuellen Heizgewohnheiten. Ein zeitgemäß denkender Schornsteinfeger ist dann als unabhängiger und kompetenter Berater für Mieter und Eigentümer gefragt. Neben seiner fundierten Ausbildung kann er aus seiner täglichen Arbeit heraus einen Erfahrungsschatz zur Verfügung stellen, der seines Gleichen sucht.

Allerdings sollte sich nicht nur der Kunde dessen bewusst sein, sondern auch der Schornsteinfeger selbst. An ihm ist es, sich nicht vereinnahmen zu lassen und bei der Beratung wirklich energieneutral und im Kundeninteresse zu agieren. Die Grundlage dafür bildet seine wirtschaftliche Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern. Insofern stellt die Gebührenordnung gerade kein Monopolinstrument sondern genau das Gegenteil dar. Wer angeblich in Kundeninteresse dagegen opponiert geht Scheinargumenten auf den Leim, und lässt sich von einer überdimensionalen Werbemaschinerie auf die falsche Fährte locken.

Auszug aus dem Brennstoffspiegel www.brennstoffspiegel.de

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